Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Das Solartaxi – mit dem Elektroauto um die Welt

Sonntag, 27. Juli 2008 12:59

Seit Sommer letzten Jahres ist der Schweizer Louis Palmer mit seinem “Solartaxi”, einem Elektroauto mit Solarzellen-Anhänger, auf dem Weg um die Welt. Mittlerweile hat er fast 40.000 Fahrkilometer zurückgelegt und auf dem Weg von der Schweiz ostwärts über den Nahen Osten, Indien und China mittlerweile in Kalifornien angelangt, wo er bisher u.a. Tesla Motors besucht hat. Der Weg geht weiter zur Ostküste und zurück nach Europa, wo er das wohl fulminante Finale durch Deutschland, u.a. auch die A5 an Freiburg vorbei (nach neuen Infos direkt von Louis) auf einer Route über Stuttgart und die A 81 zurück in die Schweiz antreten wird.

Sein persönlich geführtes Blog von unterwegs ist hier abrufbar:

http://solartaxi.blueblog.ch/

Fast täglich schreibt er über Eindrücke auf seiner Reise.

Technische Daten des Solartaxis:

Verbrauch: max. 8 kWh/100 km
Reichweite: bis 400 km (100 km pro Tag rein mit den Solarzellen auf dem Anhänger!)
Gewicht: 500 kg (+ 250 kg Anhänger)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Solarzellen auf Anhänger: 6 qm
Akkutyp: ZEBRA (Kochsalz, Keramik und Nickel) mit 14,1 kWh.

An dieser Stelle alle Videos von Louis Palmer, die auf seinem Trip seit Indien gedreht worden sind.

Solartaxi Episode 22

Weitere Folgen:
Solartaxi Episode 21
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Solartaxi Episode 3
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Antrieb der Zukunft – der serielle PlugIn-Hybrid

Sonntag, 8. Juni 2008 13:12

Es ging wie ein Lauffeuer durch die Presse: Der Autoriese General Motors baut den `Chevrolet Volt` in Serie und schmeisst Produktlinien wie den “Hummer” raus.

Doch was ist der Chevrolet Volt für ein Auto? Hybridautos kennen wir ja schon, wie z.B. den Toyota Prius.

Hybrid ist nicht gleich Hybrid!

Es gibt einen grundsätzlichen Unterschied zwischen einem Prius (Parallelhybrid) und einem Chevy Volt (serieller PlugIn-Hybrid):

  • Beim Parallelhybrid teilen sich der Elektromotor und der Verbrennungsmotor den Antrieb der Räder. Er bezieht seine Energie, wenn auch etwas effektiver, immer noch ausschliesslich aus Sprit. Der Aufbau ist sehr komplex.
  • Ein serieller PlugIn-Hybrid ist ein Elektroauto mit bis zu 100 km rein elektrischer Reichweite und einem Reichweitenvergrößerer in Form eines Generators (künftiges Kürzel: E-REV, Extended Range Electric Vehicle)

Elektroautos

Reine Elektroautos hatten in der Vergangenheit immer wieder mit folgenden Problemen und Vorurteilen zu kämpfen:

  • “zu langsam”
  • geringe Reichweite
  • lange Ladezeiten
  • “Pappschachtel”-Bau

In den letzten Jahren hat sich jedoch die Akkutechnologie durch eine Weiterentwicklung der Lithium-Ionen-Technologie rasant weiterentwickelt und ist nun an einem Punkt angekommen, bei dem Großbatterien im Kapazitätsbereich von bis zu 50 kWh in Autos eingebaut werden können. Mit “explodierenden Handyakkus” hat die heutige Akkutechnologie für Fahrzeuge nichts mehr zu tun.

Warum elektrisch fahren?

Der elektrische Antrieb geht weitaus effizienter mit der an Bord gespeicherten Energie um.

  • Ein Elektromotor hat über 85% Wirkungsgrad. Ein Verbrennungsmotor unter optimalen Bedingungen höchstens 35%, im Stadtverkehr gar unter 10%.
  • Beim Bergabfahren und Bremsen wird ein Teil der Energie verbrauchten Energie wieder in die Akkus zurückgeladen. Beim Verbrennungsmotorantrieb verpufft die Bremsenergie sinnlos als Wärme in glühenden Bremsscheiben.
  • Der Antrieb ist emissionsfrei

Was ist ein serieller PlugIn-Hybrid (E-REV)?

Ein E-REV ist ein elektrisch angetriebenes Auto. Es besitzt Elektromotoren zum Antrieb der Räder, eine Steuerung und Lithium-Ionen Akkus als Energiespeicher, mit einer Kapazität um 20 kWh (Beim Volt sind es 16 kWh).
Der elektrische Antrieb hat eine Leistung vergleichbar mit heutigen Verbrennungsmotoren, beim Volt sind das z.B. um die 100 kW (136 PS). Der Chevrolet Volt kommt damit gut 60 km weit. Will man weiter fahren, wird die Batterie durch den Motorgenerator nachgeladen. Dieser hat beim Volt eine Nennleistung von 52 kW und lädt die Batterie mit einer geschätzten Dauerleistung von 20-30 kW konstant nach. Dieser Motorgenerator läuft als Verbrennungsmotor immer mit einer konstanten Drehzahl und immer im optimalen Lastpunkt (höchster Wirkungsgrad), unabhängig davon, ob das Auto steht, sich im Stadtverkehr bewegt oder auf der Autobahn fährt. Die benötigten Leistungsspitzen liefert die Batterie als Energiepuffer den 100kW-Antriebsmotoren. Die Generatorleistung muss also nur knapp über dem Durchschnittsverbrauch des Autos liegen, der bei ca. 15-20 kWh/100 km liegt. Ein sehr sinnvolles und einsichtiges Konzept. Heutzutage schleppen wir unnötigerweise viel Leistungsreserven in Form eines Verbrennungsmotors im Auto herum, die wir höchstens für Beschleunigungsvorgänge brauchen.

Wie das alles funktioniert, wird hier schön erklärt.

Vorzüge eines seriellen PlugIn-Hybrids (E-REV):

E-REVs wie der Chevrolet Volt räumen folgende Restprobleme des elektrischen Antriebs aus der Welt:

  • Problem geringer Reichweite: Der Volt fährt täglich gut 60 km elektrisch, für längere Strecken tankt man das Fahrzeug mit Sprit für den Generator – für praktisch bis 1000 km.
  • Problem langer Ladezeiten: Das Auto wird nachts in Ruhe geladen, für tägliche 60 km am nächsten Morgen, über die ganz normale 220V/16A-Steckdose. Lange Ladezeiten interessieren dann nicht mehr.
  • Problem Infrastruktur: Der Volt kann mit der bestehenden Infrastruktur problemlos betrieben werden (Haushaltssteckdose/Tankstellen). Ansätze wie Starkstromladestationen oder Batteriewechselsysteme braucht man nicht mehr.
  • Problem Gesamtgewicht: Der 16 kWh-Batterieblock des Volt wiegt ca. 150 kg. Der Motorgenerator ist klein und kompakt.
  • Problem Versorgung mit elektrischer Energie: Da die Energieversorgung mit elektrischer Energie nachts geschieht, muss entgegen allen Unkenrufen zum Trotz kein einziges Kraftwerk neu gebaut werden. Im Gegenteil: der bestehende Kraftwerkspark wird besser augelastet. Der Mehrenergieverbrauch betrüge übrigens nur 15%, selbst wenn ALLE(!) Autos in Deutschland auf allen Kilometern elektrisch fahren würden. Ergo ist in der Praxis der Mehrenergieverbrauch minimal, denn alle Autos werden sicher nicht aufs Mal umgerüstet.
  • Problem der Abhängigkeit von Primärenergie: Der Kunde hat endlich die Wahl, auch regenerativen Strom (selbsterzeugt oder aus dem Stromnetz eingekauft) zu laden. Das “Solarauto” wird endlich Realität!
  • Problem Verbrennungsmotor: Der Generator lädt die Batterie immer im Betriebsoptimum des Verbrennungsmotors, der ihn antreibt. Auch im Stadtverkehr, wo der mechanisch gekoppelte Verbrennungsmotor mit unter 10% daherkommt. Als Motorgenerator kommen somit auch spezielle Bauformen wie Freikolben-Linear-Generatoren in Frage, welche mit ihrer Kolbenbewegung direkt Strom erzeugen (Wirkungsgrad: bis 50%!). Schöner Nebeneffekt: Ein Freikolbenmotor frisst so gut wie alle Kraftstoffarten.
  • Neues Problem “Unsinniges Mitschleppen” des Motorgenerators: Bei E-REV-Konzepten wie dem schweizerischen “Mindset” wird der Motorgenerator einfach daheim in der Garage abgestellt, wenn man ihn sicher nicht braucht.

Fazit:

  • Ein Pendler mit ca. 60 km Wegstrecke und längeren Urlaubsfahrten kann sein Auto übers Jahr fast ausschliesslich elektrisch fahren und weit über 90% fossilen Sprit sparen.
  • Investitionsschutz für den Automobilhersteller: Ein auf dem E-Flex-System des Volt aufgebautes Fahrzeugkonzept wird in seinen Grundlagen nicht mehr verändert. Werden beispielsweise DMFC/SOFC-Brennstoffzellen oder die von Automobilherstellern so geliebte, aber leider noch unerschwingliche Wasserstoffbrennstoffzelle als Stromgenerator erschwinglich, wird der Motorgenerator einfach durch diese ersetzt. Das Generatormodul wird ausgetauscht, der Rest des Fahrzeugaufbaus bleibt gleich!

Wann kann ich einen E-REV kaufen?

Die meisten E-REVs sind derzeit an der Schwelle zur Serie, mit einer breiten Markteinführung wird bis 2010 gerechnet.

Hier eine Auswahl:

General Motors/Chevrolet Volt – http://www.gm-volt.com
Aptera Typ-1 h – http://www.aptera.com
Mindset – http://www.mindset.ch
Venture One – http://www.flytheroad.com

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Wir wollen elektrisch fahren! – Kunde droht mit Auftrag! – e3-mobil.de

Sonntag, 1. Juni 2008 19:43

e3-mobil-sloganDIE PROJEKTIDEE …

Beim Thema “Elektroauto” sieht es heute so aus, wie es 1975 um den Solarkollektor stand. Enthusiasten erstellen ihre persönlichen Einzelstücke und Hersteller zeigen sporadisch Designstudien. Viele Unternehmen versprechen die “baldige” Markteinführung doch in der Regel sind die geplanten Stückzahlen zu niedrig, um Preise zu ermöglichen, die für normale Kunden bezahlbar wären, was wiederum der Grund für geringe Stückzahlen ist. Das klassische Henne-Ei-Problem einer jeden Markteinführung.

Dass Elektrohybridautos aus Sicht der solaren Energiewende erstrebenswert sind und auch zum Klimaschutz beitragen würden, hat eine Studie der Deutschen Gesellschaft  für Sonnenergie e.V. (DGS) und des Bundesverbandes Solare Mobilität e.V. (bsm) bereits im letzten Jahr ausführlich dargelegt. Anfang 2008 wurde nun der gemeinsame Entschluss gefasst, auch die Markteinführung entsprechender Fahrzeuge voranzutreiben, frei nach dem Motto: “Kunde droht mit Auftrag”.

Im Rahmen des “E3-Mobil”-Projektes sollen interessierte Privatleute, Unternehmen, Flottenbetreiber und Kommunen gebündelt werden, um spätestens 2010 die Sammelbestellung für ein Elektro(hybrid)auto zu organisieren. Welches Auto von welchem Hersteller dann gekauft werden soll, ist heute noch nicht bekannt, da es am Markt kein entsprechendes Auto gibt! Jedoch haben wir klare Vorstellungen von den gewünschten Eigenschaften und diverse PKW-Prototypen haben bereits bewiesen, dass diese technischen Daten auch erfüllt werden können.

Mehr unter http://www.e3-mobil.de

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Weg vom Öl – aber schnell!

Sonntag, 30. März 2008 22:32

Der Ölpreis liegt dauerhaft über $110/Barrel, die Ölförderstaaten können mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten, es ist HÖCHSTE Zeit für die Einführung des elektrischen Antriebs.

Elektroautos müssen nicht übel aussehen oder langsam sein. Beispiele wie diese, wie sie kurz vor der Serienfertigung stehen, beweisen das Gegenteil:

oder:

Weitere nette Links zum Thema:

“Kunde droht mit Auftrag” – Zeigen Sie es der Automobilindustrie, klicken Sie hier:
Ja, ich will endlich ein Auto mit E-Antrieb und beauftrage die Autoindustrie, es zu bauen!

Antriebsvergleichsrechner:
OPTIRESOURCE – Antriebsalternativen zum Selbst-Zusammenklicken

Oder lassen Sie einfach die Physik sprechen:
Antriebsvergleich mit NEFZ-Fahrzyklus in Excel

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Sinnbild des Wasserstoff-Wahnsinns ohne Sinn und Verstand: der BMW hydrogen 7

Samstag, 9. Februar 2008 12:49

bmw-hydrogen-7-car-kopie1Eins ist sicher: Die Automobilindustrie hat viel Geld. Leider zu viel Geld für die falschen Dinge, beispielsweise für das Greenwashing der eigenen Marke mit technisch unsinnigen Produkten.

BMW preist seit einiger Zeit “clean energy” an, mit einem Wagen, der als Treibstoff flüssigten Wasserstoff verwendet, aufwendig hergestellt derzeit beispielsweise aus Erdgas, verflüssigt und in einem Wasserstofftank bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt im Auto gespeichert, der sich zu allem Überfluss in 14 Tagen selbst entleert.

Reichweite: Direkt nach Betankung: 200 km, nach 4 Tagen: 100 km, nach 14 Tagen: 20 km.

Die Energiebilanz des Antriebs ist selbst bei Herstellung von Wasserstoff aus regenerativen Quellen (BMWs vielgepriesene Zukunft) vernichtend:

Herstellung des Wasserstoffs per Elektrolyse: 95% Wirkungsgrad
Verflüssigung, Transport und Betankung: ca. 60% Wirkungsgrad
Verfeuerung in einem herkömmlichen Verbrennungsmotor mit allen bekannten Nachteilen: <=20% Wirkungsgrad

Summe: 0,95 * 0,6 * 0,2 = 0,11 => 11 % Wirkungsgrad Strom -> Rad, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der getankte Wasserstoff voll genutzt werden kann und sich nicht innerhalb von 14 Tagen aus dem Tank verzogen hat!

Über die unsinnige Energiekette der Reformierung von Wasserstoff aus Erdgas will ich mich hier nicht auslassen.

Jeder erkennt, dass er besser bedient ist, wenn er Erdgas in einem
Erdgasauto oder regenerativen Strom direkt in einem E-Antrieb einsetzt.

Die Politik und die Öffentlichkeit wird hochgradig für dumm verkauft, viele Politiker und “VIP”s fallen auf die dumme Marketingmasche von BMW herein, ohne Sinn und Verstand.

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Antriebsvergleich mit NEFZ-Fahrzyklus als Excel

Montag, 14. Januar 2008 19:54

nefzEin Excel-Sheet eignet sich zum Herumprobieren und Testen besser als das Ganze von Hand auszurechnen, deswegen habe ich mir die Mühe gemacht, die Berechnungen für den Antriebsvergleich damit abzubilden.

Dabei wurde zur Verbrauchsberechnung der echte NEFZ-Fahrzyklus zugrundegelegt, der auch in der Autoindustrie verwendet wird, um den Durchschnittsverbrauch auf 100 km auszurechnen. Ich hoffe, dass alles korrekt ist – falls nicht, bitte ich gerne um Bugreports per Mail, danke!

http://www.nie-mehr-benzin.de/files/nefz-fahrzyklus.xls

Update 2.2.2008:

Kleinere Bugfixes behoben (#WERT-Fehler in Excel)

Update 24.2.2008:

zweite Tabelle für Berechnung bei konstanten Geschwindigkeiten eingeführt


UPDATE 6.4.2008:

Alle Tabellen:

- Auftrennung Wirkungsgrad Akku in Lade und Entladewirkungsgrad

Tabelle für konstante Geschwindigkeiten:

- vereinfachter Aufbau

- Bugfix bei Berechnung E-Antrieb ab Steckdose (Wirkungsgrad Ladung)

- Neu: Berechnung der Momentanleistung

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